Ernährungstipps

Ernährungstipps

Neben dem Nichtrauchen und ausreichender Bewegung ist eine ausgewogene Ernährung der wichtigste beeinflussbare Faktor für einen gesunden Lebensstil. Beim Thema Ernährung gilt es, drei relevante Aspekte zu beachten.

 

1. Zufuhr essentieller Nahrungsmittel:

Das Wichtigste ist, dass man dem Körper in ausreichender Menge anbietet, was er zum Bewältigen seiner vielfältigen Aufgaben braucht. Vitamine, Antioxidantien, sekundären Pflanzenstoffen, Spurenelementen, hochwertige Eiweiße und Öle, Mineralien und Ballaststoffe – alles Bestandteile, die in einer farbenfrohen pflanzlichen Kost enthalten sind. Was aber nicht heißt, dass eine rein pflanzliche bzw. vegetarische oder gar vegane Kost erforderlich ist. Ein vernünftiger und ausgewogener Fleischkonsum ist möglich und in gewissen Bereichen auch sinnvoll. So werden zu Beispiel Eisen und Magnesium vorwiegend durch Fleisch zugeführt. Allerdings gilt vor allem hier, dass Qualität vor Quantität geht. Fleisch sollte so hochwertig wie möglich sein.

 

2. Kalorienbilanz:

Völlig klar ist, dass jede Kalorie, welche aufgenommen und nicht verbraucht wird, im Körper gespeichert wird. Dabei ist es ganz egal, worin sich diese Kalorie versteckt. Ob in Süßspeisen, fetten Fleischgerichten oder Naschereien – auch kalorienreiche Säfte und erst recht alkoholische Getränke sind hinterhältige Kalorienbomben. Die effizienteste, d.h. also einfachste und wirksamste Speichermasse ist Körperfett. Insbesondere am Bauch und im Bauch werden überflüssige Kalorien in Form von Fett gespeichert. Dorthin kommt es über das arterielle Gefäßsystem, in welchem es Spuren hinterlässt. Eine kritische Überlegung, ob die den Tag über zugeführte Kalorienmenge am selben Tag noch verbraucht werden kann, ist somit absolut angebracht!

3. Lust und Geselligkeit:

Wir sollten uns durch ständige Ermahnungen und Diätempfehlungen nicht den Appetit verderben lassen! Essen ist eine lustvolle, gesellige Angelegenheit und trägt zu einem qualitätsvollen Leben bei. Allerdings – wenn die Lust am Essen ständig von schlechtem Gewissen begleitet ist, weil Punkt 1 und Punkt 2 auf Dauer missachtet werden und dabei Beschwerden wie Atemnot und Bewegungsunfähigkeit entstehen sowie Krankheiten wie Diabetes, Hypertonie und Gefäßkrankheiten auftreten, ist es mit Lust und Freude schnell vorbei. Es kommt also darauf an, dass jeder für sich eine ausgewogene Mischung aus den 3 Punkten findet und in eine einfache, praktikable Ernährungsroutine für die 21 Hauptmahlzeiten der Woche aufbaut. Man muss also für sich selbst, durchaus auch in Absprache mit dem Partner, festlegen, an welchem Tag und zu welcher Mahlzeit ausschließlich gesund und kalorienarm gegessen werden soll und wann auch mal ein üppiges Menü oder eine sogenannte Ernährungssünde auf dem Plan steht. Meist sind dies dann feierliche Anlässe, Einladungen und Familientreffen – alles Dinge, die eben sein müssen, aber doch relativ selten stattfinden. Auch bei diesen Festmahlzeiten kann man den Hunger stillen mit den gesunden Dingen (Salat, Gemüse, Fisch …) und die anderen Dinge (Braten, Kuchen …) nur kosten. Eine kluge, einfache Routine wäre zum Beispiel die Regel 17 und 4. Dass also 17 der 21 Mahlzeiten pro Woche ausschließlich gesund und kalorienarm gehalten werden und man nur 4 mal in der Woche, zum Beispiel beim Frühstück am Samstag, Abendessen am Mittwoch und Freitag und Mittagessen am Sonntag isst, was die Speisekarte anbietet. Das würde vermutlich nicht nur auf der Waage, sondern auch in den Laborbefunden und langfristig an der Lebensqualität einen Effekt zeigen! Wichtig ist auf jeden Fall, dass man selbst lernt, die Nahrungsmittel und Menüzusammenstellungen einzuschätzen. Ob man in dieser Einschätzung richtig liegt, kann man relativ kurzfristig an der Gewichtsentwicklung, am Wohlbefinden und der gesteigerten Beweglichkeit und Lebensqualität abschätzen.