Medizinische Hintergründe

Medizinische Hintergründe

Dass Cholesterin bei der Entstehung von Gefäßablagerung eine Rolle spielt, ist eindeutig belegt. Cholesterin ist ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Körpers und wird zum Beispiel für den Aufbau von Zellwänden, Membranen, aber auch von Hormonen gebraucht. Cholesterin wird auch über tierische Fette aus der Nahrung zugeführt, der größte Anteil des im Blut gefundenen Cholesterins wird aber vom Körper selbst gebildet.

Das durch den Körper transportierte Cholesterin wird in verschieden dichten Verbänden mit Eiweißpartikeln verpackt. Je nach Dichte haben diese Päckchen unterschiedliche Funktionen bzw. Transportrichtungen. Vereinfacht gesagt transportieren dichtere Päckchen (HDL) die Cholesterinpartikel aus dem Körper zur Leber und weniger dichte, weiche Päckchen (LDL) transportieren es hinaus in die Gefäße. Dort verursachen sie dann gemeinsam mit Entzündungszellen Veränderungen an den Gefäßwänden. Dieser Prozess wird durch Nikotin und weitere Giftstoffe aus der Zigarette angefacht.

 

Wissenschaftliche Studien

In den letzten Jahren haben umfangreiche Studien eindeutig gezeigt, dass Personen mit niedrigeren LDL-Werten deutlich weniger zu Gefäßkrankheiten neigen und dass es mit cholesterinsenkenden Medikamenten nicht nur gelingt, die LDL-Werte zu senken. Es gelingt auch, den Krankheitsprozess hintanzuhalten und die Prognose und Lebenserwartung der behandelten Patienten zu verbessern. Dazu muss je nach Krankheitsrisiko aber der LDL-Wert auf 70 mg/dl und somit auf das Niveau eines Kleinkindes gesenkt werden.

Nebenwirkungen sind möglich und betreffen vorwiegend die Muskulatur, 10 bis 15% der Behandelten können leichte Muskelmissempfindungen verspüren.

Hier gilt es wie überall in der Medizin, die Kosten-Nutzen-Relation abzuwägen!

Die Zufuhr der notwendigen Energie, welche den Körper gesund erhält, bzw. ihm hilft, wieder gesund zu werden, ist ein weiteres zentrales Anliegen in der kardiologischen Rehabilitation. Gesundes Essen muss auch schmecken und gesund abnehmen kann und soll man ohne Hunger. Fast noch wichtiger, als gewisse Dinge wegzulassen, ist, die wichtigen Dinge in ausreichender Menge zuzuführen. Diese essentiellen Ernegieträger, das heißt Vitamine, Ballaststoffe, die sogenannten „sekundären Pflanzenstoffe“ und andere Oxidantien, kommen aber fast ausschließlich in pflanzlicher Ernährung vor. Das bedeutet für viele von uns, welche wir mit eher traditionellen, fleisch- und fettbetonten Ernährungsgewohnheiten aufgewachsen sind, eine massive Umstellung. Dabei soll das im Rahmen der Rehabilitation in Gruppen durchgeführte Ernährungsschulungsprogramm helfen.